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Die Qual, die Wahl

Haben wir wirklich noch die Wahl?
Ich meine die Wahl der Partei, der Politiker die dieses Land regieren sollen/dürfen. Seit Jahren schon wähle ich nur noch das kleinere Übel. Nur ist eben dieses inzwischen zu einem nicht zu unterschätzenden Risiko geworden. Alternativen? Fehlanzeige. Die Konservativen sind teilweise grüner als die Grünen (Allerdings nur aus taktischen Gründen). Die Grünen selbst haben lange keine Sonne mehr gesehen, oder sind nicht genug gegossen worden, jedenfalls scheinen sie mir recht verdorrt und so gar nicht grün, bsssss!
Also was tun?
Einfach NICHT wählen?
„Dann gibst du deine Stimme automatisch den Parteien, die du ganz bestimmt nicht in der Regierung sehen willst!“, sagen viele.
Eine Freundin, die Kabarettistin Lisa Politt meint NICHT-Wählen, also die Verweigerung, sei auch eine Wahl. Und ein Zeichen.
Dem stimme ich grundsätzlich zu – schließlich haben wir es nur durch Verweigerung, bzw. NICHT MEHR KAUFEN geschafft, solche Dinge wie FCKW in Sprühdosen abzuschaffen.
Doch bei den Wahlen bin ich ganz eigen. Ich möchte die Wahl der Wahl haben.
Ich fordere somit einen neuen Punkt auf den Wahlzetteln namens:
☑ Ich wähle NICHT und NIEMANDEN weil:
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Diese NICHT-Stimmen werden gezählt und bei einem Anteil von mehr als 33% sollten Neuwahlen Pflicht sein.
Und apropos Pflicht: Das Lesen der Begründungen sollte zur Hausaufgabe für die amtierenden Partein gemacht werden.
Und wetten dass so mancher Politik Schüler in seinem Aufgabenheft „Thema verfehlt“ stehen haben würde. Wobei „Kein Thema vorhanden“ treffender wäre.

Na dann Prost Wahlzeit!
Jo)