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Soundmüll

jolumne by jojacobs.de, Kolumne

Kennst du das? Die ganze Welt piept und alarmt und melodiet vor sich hin und vermüllt die Soundkulisse unseres Lebens. Ich werde nie vergessen, wie ich vor vielen Jahren in London das erste mal piepsende Ampeln und Busse erleben durfte. Oder die Alarmtöne der Türen im Seven Eleven in Thailand, furchtbar laut und an der Grenze zum Schmerz! Aber auch das immer gleich klingende iPhone Geklimpere, nicht zu vergessen das nervtötenede Samsung Gepfeife. Da pfeif ich drauf. Doch wollen wir mal nicht nur rummeckern.
Positiv denken. Flucht nach vorne. Aus dem Negativen was Schlechtes machen, ähm was Gutes natürlich.
Natürlich? Ja, das ist die Lösung!
Warum nicht diese ganzen immergleichen, monotonen, elektronischen Sounds natürlicher machen, humanizen.

Stellt dir vor:
Der Weckton deines iPhones klingt jeden morgen etwas anders, mal eine andere Tonart, andere Geschwindigkeit, leicht andere Tonfolge. Nicht zu viel, dass du ihn nicht mehr erkennst aber doch genug, um dir etwas mehr Leben vorzugaukeln.

Oder für Hundeliebhaber: Der Weckton ist nur für deinen Hund hörbar (hochfrequent) und dieser weckt dich dann liebevoll.

Dann die grausamen Piepser der Kassenscanner. Was wenn die jedes mal einen anderen Ton abspielen. So könnten dann 4 Kassierer/innen z.B. die Melodie Popcorn spielen.

Oder für exklusive Ladengeschäfte mit Kundenkarte. Die automatische Schiebetür erkennt Kundin und Kunde und begrüßt und verabschiedet sie mit Namen und persönlichem Touch.

Na, so schwer ist das doch nicht. Ist doch alles machbar heutzutage. Also strengt euch mal was an, ihr Sounddesigner des 21. Jahrhunderts.

Bitte hinterlassen Sie eine Lösung, nach dem Piepston.

Jo)